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Der Hauptbahnhof von Krefeld

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Da ich nicht nur Betreiber dieser Website, sondern auch Bahnhofspate für Krefeld und Meerbusch-Osterath bin, möchte ich in zwei Beiträgen etwas über „meine“ Bahnhöfe schreiben. Den Anfang macht Krefeld…

In Krefeld gibt es insgesamt vier Bahnhöfe, die von der Deutschen Bahn sowie der Nordwestbahn und seit neuestem dem National Express bedient werden. Die Fahrgastzahlen der Bahnhöfe in Uerdingen, Oppum, Linn und Forstwald sind naturgemäß deutlich geringer als die des zentral gelegenen Hauptbahnhofs.

Der Hauptbahnhof von Krefeld

Der Bahnhof wurde im Jahr 1847 eröffnet. Um Höhenunterschiede zwischen Straße und Bahngelände auszugleichen, wurde der Bahnhof von 1906 bis 1909 höher gelegt. Dies war Anlass ihm den Namen „Hauptbahnhof“ zu verpassen. Der Bahnhof Süd, welcher nicht mehr existiert, diente der Krefelder Eisenbahngesellschaft als Haltepunkt. Im Rahmen der Verlegung der Bundesstraße 9 wurde der Bahnhof Süd geschlossen und beherbergt heute ein modernes Veranstaltungszentrum.

Der Bahnhof wurde bis Ende 2012 der Bahnhofskategorie 2 zugeordnet.

Die frühere Bedeutung des Krefelder Bahnhofs als Bahnknotenpunkt war nicht mehr gegeben, seit der Rangierbahnhof Hohenbudberg wegfiel. Außerdem wurde der Fernverkehr stark eingeschränkt – heute fährt nur noch einmal täglich ein IC zwischen Krefeld und Berlin. Allerdings existiert zwischen dem Hauptbahnhof und Krefeld Oppum noch das DB-Fahrzeuginstandhaltungswerk, das vornehmlich der Reparatur und Wartung von ICE-Zügen dient.

Als Bahnhofspate kann ich feststellen, dass der Bahnhof und alle darin befindlichen Einheiten, beispielsweise die Bäckerei, der gut sortierte Zeitschriftenhandel und der kleine Kiosk, gut gepflegt und in Schuss sind.

Auch zu erwähnen ist eine von der Caritas betriebene Fahrradaufbewahrung. Neben dieser befindet sich die Bahnhofstoilette, welche leider nur werktags während der Öffnungszeiten der Fahrradaufbewahrung zugänglich ist. Die Bahnsteige und auch der Bahnhof werden regelmäßig von Reinigungskräften gesäubert.

Der gelegentliche Ausfall der Entwertungsautomaten trübt den Gesamteindruck nur geringfügig. Der Bahnhof hat zwei Ausgänge auf Nord- und Südseite. Am Nordausgang befindet sich eine gut sichtbare, elektronische Tafel mit den Abfahrtzeiten des ÖPNV. Neben der DB-Info gibt es hier weitere Fahrschein- und einen Geldautomaten. Der Südausgang dient häufig als Aufenthaltsraum für nicht sesshafte Menschen.

Die Bahnhofsuhren sind zwar gut sichtbar, funktionieren sehr häufig aber leider nicht.

Im Bahnhof halten im Durchschnitt pro Tag und Stunde elf Züge – abends und morgens sowie am Wochenende naturgemäß weniger. Es gibt zwei Aufzüge, die vier Gleise bedienen. Auf den Doppelbahnsteigen befindet sich jeweils ein Warenautomat.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten an den Gleisen und Bahnsteigen ist aktuell am Bahnsteig 1 noch eine Baustelle mit leichten Behinderungen für die Fahrgäste. Außerdem findet man auf diesem Bahnsteig eine Zweigstelle der Bahnhofsmission – unter anderem mit der Möglichkeit, in deren Räumlichkeiten ein warmes Getränk zu erhalten.

Im Vergleich zu den restlichen vier vom Personenverkehr bedienten Bahnhöfen ist der Hauptbahnhof ein echtes Schmuckstück und das nicht nur ob seiner beeindruckenden Fassade. Die multinationalen Fahrgäste des Bahnhofs tragen zur lebendigen Szene am Bahnhof teil.

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